Bauhaus 4.0 meets Design Thinking & User-Centered Design: Ganzheitlich, interdisziplinär, iterativ, empathisch – Design als Strategie und Methode

Was können wir vom Bauhaus lernen – wie können Design Thinking und User Centered Design bei der Bewältigung der heutigen Herausforderungen helfen? Wie kann deutsches Design wieder internationale Anerkennung finden und als relevanter Teil von »Made in Germany« Wirkung erzielen? Ist nicht gerade die deutsche Sehnsucht nach Ethik und Moral hierbei hilfreich? Inwiefern kann Design beim Ausgleich von sozialen und ökonomischen Anforderungen helfen? Und ist nicht gutes Design sowieso und auf jeden Fall »user-centered«?

Bei der Podiumsdiskussion am 17. September 2019 in Berlin werden wir die Rolle und die Potenziale von Design als Strategie und Methode in Zeiten der Digitalisierung pointiert und provokativ diskutieren. U.a. mit Lutz Engelke, Ralph Habich, Stefanie Ollenburg und Ulrich Weinberg – sowie Helmut Ness als Special Guest. Die Moderation leiten Boris Kochan und Ulrich Müller, die Begrüßung übernimmt die Geschäftsführerin des AGD, Victoria Ringleb.

Ein Abend in kleinem Rahmen für Designerinnen und Designer, Lehrende und Studierende im Papierlager von E. Michaelis & Co. – mitdiskutieren ist erwünscht!
Gastgeber ist die AGD – Allianz deutscher Designer.

Dienstag, 17.9.2019 | 18:30 Uhr | Berlin
Im Papierlager der E. Michaelis & Co. GmbH & Co. KG
Tabbertstraße 18, 12459 Berlin

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Prof. Lutz Engelke, Gründer und Geschäftsführer der TRIAD Berlin Projektgesellschaft mbH und Geschäftsführer der TRIAD Edutainment Enterprises GmbH, nennt seine eigene Firma einen Think & Do Tank. Mit Büros in Berlin und Shanghai bündelt er das fachliche und kreative Know-how von über 200 Menschen und erschließt dabei weltweit neues Terrain im Grenzgebiet zwischen Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft. Studien der Literaturwissenschaften, Psychologie, Publizistik und Filmwissenschaften bilden seinen akademischen Hintergrund (FU Berlin und Cornell University, USA). Nach seiner Tätigkeit als Pressesprecher im Berliner Senat gründet er 1994 die Kreativagentur TRIAD Berlin, die Mitarbeiter aus 47 unterschiedlichen Berufen, Generationen und Kulturkreisen vereint. Grundlage der kreativen Prozesse bei TRIAD Berlin ist die Methode EXPLORE – PLAY – TRANSFORM. Engelke konzipiert und realisiert mit TRIAD weltweit preisgekrönte Themen- und Erlebniswelten, Expo-Pavillons, Ausstellungen und Museen, Markenauftritte, Unternehmenswelten und Events. Beispielhaft ist der chinesische Themenpavillon „Urban Planet“ auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai mit 8,2 Millionen Besuchern. Gründer und Geschäftsführer LUTZ ENGELKE Weitere ausgewählte Projekte sind das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund, das FIFA World Football Museum in Zürich, das Brandenburger Tor Museum mit „Immersive Showroom“ in Berlin, der Siemens Messestand auf der Hannover Messe sowie die zwölf internationalen Konferenzen „Future Energy Forum“ zur Expo 2017 in Astana/Kasachstan. Lutz Engelke ist Professor im Fachbereich Design der FH Potsdam, Mitbegründer der Initiative CREATE BERLIN und der DENKBANK. Unter anderem ist er Mitglied im Art Director’s Club Deutschland (ADC) sowie im Mittelstandsbeirat beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.
Sein Credo lautet: Mehr Fantasie wagen!

Ralph Habich ist Berater und Coach von Führungskräften. Seine Aktionsgebiete sind Markenführung und Corporate Identity, Designmanagement, Unternehmenskultur, Social Design und Design Thinking.

Tätigkeiten: In den genannten Gebieten unterstützt Ralph Habich die Geschäftsführung und Bereichsleiter*innen in der Entwicklung, Bewertung und Steuerung von Strategien und Konzeptionen, in der Führung von Teams sowie in der Bereinigung von Konflikten mit externen Kontrahenten. 

Werdegang: Geboren wurde R. Habich 1955 in Montreal, Kanada. Die Schulzeit verbrachte er in Deutschland, im Schwarzwald (Baden-Baden, Karlsruhe). 1976 bis 1980 absolvierte er das Studium Kommunikationsdesign in Konstanz am Bodensee.
Seit 1983 ist R. Habich als Selbständiger aktiv. Er arbeitet für die Wirtschaft (Allianz, BMW, Mittelständler aus dem Technologie- sowie dem Lebensmittelsektor), Öffentliche Einrichtungen (Europäisches Patentamt, Ministerien verschiedener Bundesländer) und NGOs. 

Weitere Engagements: Seit Mitte der Neunziger Jahre unterstützt Ralph Habich die Weiterentwicklung des Design-Sektors, überwiegend ehrenamtlich. Er ist Vize-Präsident des Deutschen Designtags e.V., Vorsitzender des Forums für Entwerfen e.V. und Mitglied des Deutschen Werkbunds e.V. BW.

Seit 1986 hat R. Habich ein eigenes Büro in München und inzwischen auch in Sigmaringen (Baden-Württemberg / Deutschland).


Stefanie Ollenburg ist zurzeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Freien Universität Berlin im Institut Futur, Arbeitsbereich erziehungs-wissenschaftliche Zukunftsforschung beschäftigt.
Doch ihr beruflicher Werdegang begann im Designbereich: Sie studierte „Advertising Design“ in San Francisco, um dann lange Zeit für namenhafte Werbeagenturen wie Ogilvy New York, TBWA Wien und BBDO Berlin als Art Directorin tätig zu sein. Später machte sie sich als Konzeptionerin und Beraterin in Berlin selbstständig. Ab 2013 wagte sie den Schritt aus dem Gewohnten und in Richtung Wissenschaft und nahm das Studium der Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin auf, um 2016 ihren Master of Arts zu erhalten. In ihrer Abschlussarbeit geht sie wieder zurück zu ihren Wurzeln und nutzt den Generischen Design Prozess nach Prof. Jonas (2007) als Basis und verbindet diesen mit Grundlagen aus der Zukunftsforschung. Daraus entstand ein Ansatz für Zukunftsgestaltungsprojekte: das „Futures-Design-Process“ Model.
Trotz ihrer wissenschaftlichen Aufgaben als Zukunftsforscherin arbeitet Stefanie Ollenburg weiterhin als Beraterin für Kommunikation und Design. Zudem ist sie für verschiedene Hochschulen als Honorardozentin im Bereich Design und Zukunftsforschung tätig.


Prof. Ulrich Weinberg ist seit 2007 Leiter der School of Design Thinking am Hasso-Plattner-Institut in Potsdam. Er spezialisierte sich bereits Mitte der 1980er Jahre auf 3D-Computeranimation und arbeitete in künstlerischen, technischen und wissenschaftlichen Projekten für Unternehmen wie ARD, BMW, Daimler Benz, Siemens, Schering, Telekom, ZDF. Er gründete mehrere Unternehmen mit Fokus auf 3D-Animation, Simulation, Crossmedia-Projekte und Computerspiele. 1994 wurde er als Professor an die Filmhochschule in Babelsberg berufen und führte als Vizepräsident vier Jahre lang die Hochschule in die Digitalisierung. Seit 2004 unterrichtet er als Gastprofessor regelmäßig an der Communication University of China CUC in Peking und ist dort seit 2014 Ehrendirektor des Design Thinking Innovation Centers. 2017 zählte ihn das Handelsblatt zu den 100 Top-Innovatoren in Deutschland. Weinberg hat 2017 die Global Design Thinking Alliance GDTA mitgegründet und ist auch deren ehrenamtlicher Vorsitzender. 

Er ist international gefragter Kongress-Redner und begleitet große und mittelständische Unternehmen und Organisationen in Fragen des Digitalen Kulturwandels. In seinem Buch „Network Thinking – Was kommt nach dem Brockhaus-Denken?“ fordert er zu radikal neuem Denken in Bildung und Wirtschaft auf 


Helmut Ness begann seine Laufbahn ursprünglich als Schriftgestalter, Typograf und Corporate Designer. Dabei entstanden Schriften, wie die Corporate- und Informationsschrift Vialog (Linotype/Monotype), die heute u. a. als Schrift der Münchner Verkehrsbetriebe, der spanischen Bahn Renfe und der New Jersey Transport Authority zum Einsatz kommt sowie bei der englischen Auszeichnung der Autobahnbeschilderung in Japan.
Nach dem Studium in Wiesbaden gründete er mit seinen zwei Partnern das Designbüro Fuenfwerken mit dem Schwerpunkt Corporate Design. Seit 2000 wechselte Helmut Ness seinen Lebensmittelpunkt nach Berlin und fokussierte sich auf die Entwicklung des heute etablierten Hauptstadtbüros der umformierten Fuenfwerken Design AG.
Heute begleitet er und das Fuenfwerken Team vor allem Auftraggeber wie Clariant, Weber, Volkswagen oder Münchner Verkehrsgesellschaft bei der Formulierung und Entwicklung von Business Design Lösungen, bei denen der Mensch und seine Bedürfnisse im Zentrum stehen und sich das Nutzer- und Markenerlebnis über Produkt- und Service-Innovationen definiert. Der Uranspruch des Büros auf hohe Design-Qualität als emotionaler Treiber, der sich in international vielfältig ausgezeichnet Arbeiten widerspiegelt, treibt ihn dabei auch persönlich an.
Helmut Ness ist internationaler Vortragssprecher u. a. auf der Shanghai Design Biennale, Dongdao University Beijing, TDC New York., tgm und Typo. Er ist Mitglied im Board des Internationalen Design Zentrum in Berlin (IDZ) und im Experten Panel des Internationalen Institutes für Informationsdesign in Wien (IIID) sowie Mitgründer der Initiative gestaltBildung.
In den letzten 2 Jahren ist Helmut Ness regelmäßig im Silicon Valley und an der HPI d.school der Stanford University, um von der digitalen Transformation zu lernen und um Handlungsfelder für Berlin, Deutschland und Europa zu finden und zu verproben. Wie klären wir unsere Bestimmung, wie schaffen wir Veränderungen im Denken und Verhallten von Menschen um neue Möglichkeiten für Geschäftsmodelle zu entdecken, wie schaffen wir Orientierung durch Identität und durch Geschichten erzählen, sowie die Fragestellung des “wie schaffen wir es”, Erlebnisse in der Interaktion von Menschen für Menschen mit Menschen zu gestalten die begeistern und Sinn stiften? Fuenfwerken hat für sich dafür die „5Ways” formuliert, die durch die 5WX, Fuenfwerken Design AG und der 5W motion mit Angeboten in der strategischen Begleitung operationalisiert werden.


Victoria Ringleb ist seit 2010 Geschäftsführerin der Allianz deutscher Designer. Die AGD ist mit rund 2.500 Mitgliedern einer der größten Berufsverbände für selbstständige Designer in Europa. Sie ist ein starkes Netzwerk für qualifizierte und engagierte Kreative aus allen Designbereichen und berät ihre Mitglieder in allen unternehmerischen Fragen. Bei Wirtschaft, Politik und Institutionen setzt sie sich für die Interessen der Designbranche ein. Ausgestattet mit dem Studium der Kommunikationswissenschaften und Interkulturellen Wirtschaftskommunikation in Jena, Cambridge und Brisbane ist Victoria Ringleb dafür bestens gerüstet. Seit mehr als zehn Jahren gehört ihre Leidenschaft dem Netzwerkmanagement, also dem Schaffen von Räumen, Rahmenbedingungen und Anlässen für kooperatives und kollaboratives unternehmerisches Handeln: „Zusammenarbeit erweitert die kreativen und unternehmerischen Handlungsspielräume eines jeden Beteiligten erheblich. Für freiberufliche Kreative liegt darin ein enormes Potential.“ Victoria Ringleb ist verheiratet, hat eine Tochter und lebt und arbeitet in Berlin und Braunschweig.