Der Vorstand des Deutschen Designtags

Von rechts: Ralph Habich (Forum für Entwerfen), Thomas Bade (Universal Design Forum), Alexander Grünenwald (Deutscher Werkbund), Mara Michel (Netzwerk Deutscher Mode- und Textildesigner), Birgit Walter (Forum Typografie), Arne Leichert (Berufsverband der Deutschen Kommunikationsdesigner), Juliane Wenzl (Illustratoren Organisation), Susanne Lengyel (Verband Deutscher Industrie Designer), Boris Kochan (Typographische Gesellschaft München), Torsten Meyer-Bogya (Allianz Deutscher Designer), aus Krankheitsgründen nicht auf dem Foto: Karsten Henze (Internationales Designzentrum Berlin)


Ralph Habich (Forum für Entwerfen)

Ralph Habich ist Vizepräsident des Deutschen Designtags e.V. (dort zuständig für Forschung) und Vorsitzender des Forums für Entwerfen e.V.. Er ist u.a. Co-Autor des „VDID Codex der Industriedesigner“. Berufliches: Ralph Habich, in München ansässig, ist freier Berater und Trainer für Führungskräfte in Aufgaben des Designmanagements mit Design Thinking, der Markenführung und Unternehmenskultur. Designunternehmen unterstützt er in Fragen der CI, der Markenstrategie und der Design-Ausrichtung auf soziografische Milieus. Spezialkompetenzen sind die Strategieberatung und Konflikt-Management.


Thomas Bade (Universal Design Forum)

Thomas Bade versteht soziales Unternehmertum als zentrales Element seines Wirkens und engagiert sich seit zehn Jahren für das Ziel, Universal Design in Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zu verankern.
Er ist Mitgründer des universal design e.V., Erstunterzeichner der Weimarer Erklärung zum Universal Design, Lehrbeauftragter an der Technischen Universität München und seit Juli 2016 Gründer und Geschäftsführer des dortigen Instituts für Universal Design.
Als Geschäftsführer des Universal Design Forum e.V. in Weimar vertritt er den Verein beim Deutschen Designtag und ist beratendes Mitglied des IAUD (International Association for Universal Design) in Yokohama, Japan).
Aktueller Focus ist derzeit die Begleitung von Start Ups im Bereich Health&Care sowie deren Verknüpfung mit dem Universal Design. Um seinem „Traum“, einen Postmaster Universal Design Studiengang zu etablieren, arbeitet er derzeit eng mit der SFU (Sigmund Freud Universität, Wien) und dem Informationsdesigner Martin Fössleitner (Vorstand designaustria) zusammen.


Alexander Grünenwald (Deutscher Werkbund)

Alexander Grünenwald ist diplomierter Architekt, gründete mit drei Partnern 1980 das Architekturbüro »Gruppe 4 Plus«, das sich umfangreich mit Themen der Bewohnermitsprache, der Sanierung und Beforschung von Quartieren mit benachteiligten Bewohnergruppen auseinandersetzte. 1998 folgte die Weiterführung als »Grünenwald + Heyl Architekten«.
Seine  Arbeitsschwerpunkte sind innovative Wohn- und Quartiersprojekte und integrale, prozessorientierte Planungsmethoden. Er war in leitender Funktion an der Entwicklung, Umsetzung und Begleitforschung mehrerer bundesweiter Modellvorhaben beteiligt und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen, u. a. den Deutschen Städtebaupreis, den kfw-Award Europäisch Leben – Europäisch Wohnen.
Alexander Grünenwald ist seit 1982 Mitglied im »Deutscher Werkbund Baden-Württemberg«, seit 2013 Erster Vorsitzender. Seit 1998 leitet er die »BauWohnberatung Karlsruhe« (BWK) als eine Ausgründung. Ab 2017 ist er stellvertretender Vorsitzender im Bundesvorstand »Deutscher Werkbund«, ab Februar 2019 Vorstandsmitglied im »Deutscher Designtag« und ab März 2019 Mitglied im »Forum für Entwerfen e.V.«.


Mara Michel (Netzwerk Deutscher Mode- und Textildesigner)

Nach Kunststudium und Mode/Textil ist Mara Michel Inhaberin der Trendagentur .futurize thinking; Designerin und Fachjournalistin; Geschäftsführerin des Designer-Berufsverbandes für Interior, Mode, Textil, VDMD; Vizepräsidentin des Deutschen Designtags; Mitglied im Sprecherrat des Deutschen Kulturrates; Vertreterin im Fachausschuss Arbeit und Soziales des Deutschen Kulturrats.
Ihr Anliegen ist die bewusste Bewertung von Produktinnovation, die Wertschätzung der dahinterstehenden Designer/Innen, sowie die Bewusstmachung von DESIGNKULTUR in der Gesellschaft. Mara Michel analysiert/optimiert Kollektionen und arbeitet individuelle Zielgruppen-Konzepte aus für internationale Kunden aus Industrie und Handel in den Bereichen Interior, Textil, Fashion, Accessoires, Kosmetik. Sie begleitet sie von der Idee bis zum Katalog oder Point of Sales mit Käuferanalysen, Trend und Lifestylewelten, sowie Kollektionspräsentationen auf Messen oder im Handel. Schulungen der Vertriebsmitarbeiter, Seminare und Vorträge runden das Gesamtberatungskonzept ab. Sie ist auch als Journalistin tätig, schreibt Artikel für Lifestylemagazine und hält Trend-Vorträge auf Messen und in der Industrie.


Birgit Walter (Forum Typografie)

Birgit Walter studierte Germanistik und Anglistik in Konstanz und Bristol und anschließend Produktdesign, Fachrichtung Mode, in Hannover. Seit ihrem Diplom lebt und arbeitet sie als selbstständige Kommunikationsdesignerin in Hannover. Sie engagiert sich ehrenamtlich als Vorstandsmitglied im Forum Typografie und in der internationalen Arbeitsgemeinschaft „Typografie in der Wissensvermittlung“.


Juliane Wenzl (Illustratoren Organisation)

Juliane Wenzl lebt und arbeitet als Grafikdesignerin, Illustratorin und Bildwissenschaftlerin in Leipzig. Sie ist Gründungsmitglied von InGestalt, einem Zusammenschluss kreativer Freiberufler. Als Zeichnerin mit Liebe zum Text gestaltet sie in Wort und Bild: Medien, Prozesse und Gesellschaft. Sie begleitet kulturelle und künstlerische Projekte konzeptionell und organisatorisch, gibt Lehraufträge, Vorträge und Workshops zu Freiberuflichkeit, Illustration und bildwissenschaftlichen Themen. Sie forscht zu visuellen Narrationen und zeitlichen Brüchen in bildlichen Erzählstrukturen.
Nach sechs Jahren im Vorstand des Berufsverbandes, der Illustratoren Organisation (IO), ist sie seit 2015 Mitglied des politischen Beirates. Seit 2016 gehört sie dem Vorstand des Deutschen Designtags an, den sie auch in den Fachausschüssen des Deutschen Kulturrates vertritt. Die Themen soziale Gerechtigkeit, Designerbe, Urheberrecht und die Vermittlung eines zeitgemäßen Berufsbildes Design liegen ihr besonders am Herzen.


Susanne Lengyel (Verband Deutscher Industrie Designer)

Prof. Susanne Lengyel (*1966) Wissenschaftlich fundiert und praktisch versiert, gründete sie während ihres Industrial Design-Studiums in Essen/Manchester Merzkirch & Runge Design. Sie war leitende Designerin für Miele, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Uni Duisburg-Essen mit internationalen Lehraufträgen in Schweden, Umea School of Design und Rom, Istituto Europeo di Disegno und half beim Aufbau der Zollverein School of Management and Design, Essen mit. Als Designberaterin hat sie vielfach an international ausgezeichneten Produkten mitgewirkt.
Heute ist sie Professorin der Hochschule Hamm-Lippstadt mit dem Lehrgebiet „Engineering Design und Prototyping“. Sie führte die Studiengänge „Computervisualistik und Design“ und „Interaktionstechnik und Design“ ein, war bis November 2016 Gründungsdekanin und ist derzeit Vizepräsidentin für Studium und Lehre an der Hochschule Hamm-Lippstadt.
Zwölf Jahre lang war Susanne Lengyel Präsidentin des Verband Deutscher Industrie Design e.V., initiierte die Initiative Deutscher Designverbände e.V., einem Zusammenschluss der großen deutschen Designverbände, und ist heute Vizepräsidentin des Deutschen Designtags e.V.


Boris Kochan (Typographische Gesellschaft München)

Boris Kochan (*1962) gestaltet: Unternehmen, Organisationen, Beziehungen und Bezüge – als Unternehmer, Publizist, Designer und Berater. Nach seiner Layout- und Typographie- Ausbildung im grafischen Kollektiv Sternagel sammelte er erst in einer Außenredaktion der Süddeutschen Zeitung journalistische Berufserfahrung, anschließend technische im Satzstudio Lothar Wolf und – in Lithographie – bei der Offset- und Siebdruckerei Jürgen Höflich. 1981 gründete er gemeinsam mit Freunden ein Grafik- und Textbüro, erweiterte dieses zwei Jahre später um Satz und Litho, 1989 um ZELIG-DRUCK und 1995 um die Interactive-Unit PEPPERMIND. KOCHAN & PARTNER ist heute mit über 60 Individualisten an den Standorten München und Berlin als Branding- und Designagentur eine der 15 größten inhabergeführten CD/CI-Agenturen in Deutschland.

Boris Kochan moderiert Konferenzen oder hält Vorträge in aller Welt und leitet Workshops zu Markenentwicklung, Kommunikation und Designpolitik. Als Präsident des internationalen Non- Latin-Typography-Projektes GRANSHAN verantwortet er jährliche Wettbewerbe und Konferenzen, Ausstellungen und Publikationen. Bereits 2011 initiierte er die EDCH (vormals QVED), mittlerweile Europas größte Editorial-Design-Konferenz. Nach sieben Jahren als Erster Vorsitzender der Typographischen Gesellschaft München (tgm) wurde er im April 2016 erster Präsident des neu formierten Dachverbandes der deutschen Designorganisationen Deutscher Designtag (DT). Diesen vertritt er wiederum als Sprecher der Sektion Design und seit März 2019 als Vizepräsident im Spitzenverband der bundesdeutschen Kunst- und Kultur-, Medien- und Kreativverbände, dem Deutschen Kulturrat.


Torsten Meyer-Bogya (Allianz Deutscher Designer)

Torsten Meyer-Bogya lebt und arbeitet in Kiel. Nach dem Industrie-Design-Studium in Kiel und Wien studierte er Kommunikationsdesign. In den über 25 Jahren seit seinem Diplom entwirft er unter anderem in den Schwerpunkten Corporate-Design und Ausstellungsgestaltung / Raum. Weiter arbeitet er als Berater und Netzwerker für Institutionen, Unternehmen sowie Landesbehörden und entwickelt Kommunikations- und Vermarktungskonzepte. Er hat einen Lehrauftrag an der FH Kiel im Fachbereich Wirtschaft.

Seit 16 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich als Geschäftsführender Vorstand der Design-Initiative Nord e.V. und ist verantwortlich für das Programm mit Vorträgen, Veranstaltungen und die schleswig-holsteinischen Designpreise. Die Design-Initiative ist auch für die Kofinanzierung der 2015 neugeschaffenen Stelle für Designwirtschaft im Cluster für Designwirtschaft und Digitale Wirtschaft Schleswig-Holstein Designclustern verantwortlich, dass in der landeseigenen Wirtschaftsförderung  angesiedelt ist.


Karsten Henze (Internationales Designzentrum Berlin)

Karsten Henze (*1962) ist Industriekaufmann und studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der heutigen UdK Berlin. Nach Stationen als Werbeberater bei der Siemens AG und als Designmanager bei MetaDesign, wechselte er als Account Director zur Pixelpark AG, wo er den Bereich Einzelhandel verantwortete. Von 2001 bis 2018 war er im Markenmanagement der Deutschen Bahn AG als Leiter Corporate Design/Corporate Identity für das weltweite Erscheinungsbild des Konzerns und seit Februar 2007 auch für den Bereich Kreation verantwortlich. Der Aufgabenbereich seines Teams umfasste alle Gebiete des Designs, von der Umsetzung der Markenarchitektur, über die Erstellung von Kommunikationsmedien bis zum Fahrzeugdesign im Außen- und Innenbereich. Karsten Henze ist darüber hinaus seit 2006 Vorsitzender des Vorstands des IDZ | Internationales Design Zentrum Berlin e.V. und unterrichtete Innovations- und Projektmanagement an der HTW Berlin. Seit 2016 ist er als nebenberuflicher Professor für Designmanagement mit dem Schwerpunkt Marketing an der FH Potsdam tätig. Der Vater von zwei erwachsenen Kindern lebt und arbeitet in Berlin.